Individualtaktik

Die Taktik im Fußball erstreckt sich von der Aufstellung des gesamten Teams über die Strategie der Gruppen (Angriff und Abwehr) bis hin zur individuellen Taktik einzelner Spieler. Je besser der Trainer die Spieler auf die Positionen zuschneidert, desto wahrscheinlicher ist der Erfolg der Mannschaft. Meistens kristallisiert sich schnell heraus, welche Talente ein Spieler besitzt und für welche Position er sich am besten eignet. Allerdings kann durch Taktiktraining eine gezielte Entwicklung gefördert werden. Welche Richtung der Trainer mit dem einzelnen Spieler einschlägt ist von vielen Faktoren abhängig. Charakterstarke Spieler mit Führungsambitionen werden strategisch gerne als Spielmacher eingesetzt, wohingegen Konditionsgenies oft laufstarke Positionen besetzten.

Taktik im Detail als Schlüssel zum Erfolg

Nach der klassischen Definition versteht man unter der Individualtaktik das zielgerichtete Verhalten eines Spielers in Angriffs- und Abwehrsituationen. Durch ein variables Grundgerüst an Taktiken für jeden Spieler, kann dieser optimal auch für mehrere verwandte Positionen eingesetzt werden. Sprich, ein Außenverteidiger sollte durch das Taktiktraining ebenso die Fähigkeit besitzen, den Innenverteidiger im Verletzungsfall zu ersetzten. Um das im letzten Satz genannte Ziel zu verwirklichen, sollte jeder Spieler ganz unabhängig von der Mannschafts- oder Gruppentaktik wissen, wie er sich auf welcher Position des Spielfeldes zu verhalten hat. Dazu teilt man das Spielfeld in vier Zonen ein.

Die vier Zonen des Spielfeldes

Die Defensive Zone hat die Form eines Trapezes, dessen kürzere Seite sich auf gleicher Höhe wie die Torlinie befindet, und reicht etwas über den 20m Raum heraus. In ihr soll ein risikoloses Spiel betrieben werden, was sich durch einfache Anspiele auszeichnet. Auf Dribblings, horizontale Pässe sowie hohe und halbhohe Pässe sollte verzichtet werden. Ist keine Anspielposition vorhanden, kann der Ball auch weggeschlagen werden. Die Spielaufbauzone deckt den Bereich bis zur Mittellinie ab. In ihr ist ein Kombinationsspiel gefragt. Dieses kennzeichnet sich durch flach gespielte Bälle und horizontale Pässe. Falls sich die Situation ergibt, können auch Dribblings versucht werden.

Die Pressingzone hat die Form eines Rechtecks und reicht fast bis zum 20m Raum des Gegners. Wie der Name schon sagt, sollte hier Pressing betrieben werden, sprich der Gegner unter Druck gesetzt werden, damit er nicht ins Spiel „finden“ kann. Dribblings sind erlaubt, Torschüsse hingegen sollten nicht zu häufig auf der Tagesordnung stehen. Die Angriffszone (der Rest des Spielfeldes) dient für Dribblings, Tricks, Finten und Torschüsse. Der Blick zum Mitspieler sollte allerdings gewahr werden.

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