Neues System ab 1958
Das 4-2-4 wurde von den Brasilianern perfektioniert, als Vorreiter gelten allerdings die Ungarn von 1954. Fortan wurde wieder der Raum anstatt der Mann gedeckt und die neu geschaffenen Außenverteidiger wurden in die Offensive eingeschaltet. Das führte zum Erfolg.

Inter Mailand feiert in den 1960er Jahren Erfolge mit dem sogenannten “Catenaccio”
In diesem in Italien entwickelten System wurde mehr Fußball zerstört denn gespielt. Das 4-5-1 System war eine Art defensives Bollwerk. Heute ist es allerdings als Anti-Fußball verpöhnt.

Zurück zur Offensive in den 70er Jahren
In den Niederlanden wurde wieder das 4-2-4 gespielt. Aus dem schnellen Angriffsfußball entwickelte sich später das 4-3-3, das System, das Ajax Amsterdam zu seinen internationalen Erfolgen verhalf.

Wieder die Italiener in den 80ern
Arigo Sacchi war der Mann, der seine Mannschaft nun ohne Liebero auflaufen ließ und somit die heutige Viererkette brachte. Er setzte auf die Raumdeckung. Vorher wurde meist mit drei Verteidigern gespielt. Seit Ende der 90 er Jahre findet man dieses System so gut wie nicht mehr. Nur noch einmal lebten die drei Innenverteidiger auf, beim überraschenden Gewinn des Europmeisterschafttiels 2004 durch Griechenland.

Die Null muss stehen
Dieses Konzept führte zu einer bis heute anhaltenden defensiven Ausrichtung, teils zum Leidwesen der Zuschauer, die viele Tore bevorzugen. Ausnahmen bestätigen die Regel. So spielen der FC Barcelona und die spanische Nationalmannschaft ein schön anzusehenden Offensivfußball. An der Fußballtakik füher und heute kann man erkennen, dass viele Spielformen schon vor Jahren entwickelt und dann immer weiterentwickelt wurden. Die Frage bleibt, ob es in zehn Jahren wieder eine Revolution der Taktik geben wird.

Bildquelle: JackDalton @ flickr

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